Warum Handarbeit ihren Preis hat
Warum Handarbeit ihren Preis hat:
Der wahre Wert von Unikaten
"Kannst du mir das nicht günstiger machen?" oder "Im Laden kostet das aber weniger!" -
Wer handgemachte Mode, Accessoires oder Schmuck verkauft, kennt diese Sätze. Doch echte Handarbeit lässt sich nicht mit industrieller Massenware vergleichen.
In diesem Beitrag möchte ich dir einen Blick hinter die Kulissen der Juwelenkiste geben und zeigen, warum Handarbeit ihren Preis hat - und warum das auch gut so ist.
Qualität statt Masse: Hochwertige Materialien kosten Geld
Der erste, große Unterschied zu Billigimporten beginnt schon vor der eigentlichen Arbeit:
bei der Auswahl der Materialien. Für meine gehäkelten Dreieckstücher, Boho-Ohrringen und anderen Schmuckstücke verwende ich keine kratzigen Kunstfasern oder minderwertige Metalle, die nach dreimal Tragen anlaufen.
Qualitativ hochwertige Wolle, langlebige Garne und hautverträgliche Schmuckelemente haben im Einkauf ihren Preis. Diese Qualität der Materialien sorgt dafür, dass dein Lieblingsstück auch nach Jahren noch wunderschön aussieht und deine Haut nicht reizt.
Der größte Faktor: Zeit, Liebe und echtes Handwerk
Eine Maschine im Werk spuckt Hunderte Tücher oder Ohrringe pro Stunde aus. Bei einem handgemachten Unikat ist das anders. Jede einzelne Masche eines Dreieckstuchs z.B. wird von Hand gehäkelt. Jede Perle am Ohrring wird einzeln gesetzt.
In einem einzigen Produkt stecken oft viele Stunden - manchmal sogar Tage oder Wochen - hochkonzentrierte Arbeit. Würde man diese Arbeitszeit für Handarbeit mit einem fairen Stundenlohn berechnen, müssten viele Stücke eigentlich noch deutlich teurer sein. Wenn du Handarbeit kaufst, bezahlst du also nicht nur das fertige Produkt, sondern die Lebenszeit und die Expertise, die darin stecken.
Warum man Handarbeit nicht günstiger verkaufen kann
Große Modeketten sparen Geld durch gigantische Abnahmemengen und unfaire Löhne in Produktionsländern. Als kleine Manufaktur trage ich alle Kosten selbst:
- Keine Rabatte durch Massenproduktion:
Jedes teil wird einzeln kalkuliert.
- Versteckte Kosten:
Neben Materialien und Zeit fallen Steuern, Gebühren für den Online-Shop,
Verpackungsmaterial und Strom an.
- Einzigartigkeit:
Du kaufst kein Produkt von der Stange, sondern ein Design, das es so oft nur ein
einziges Mal auf der Welt gibt.
Wer Handarbeit spottbillig anbietet, zahlt am Ende selbst drauf und entwertet das gesamte Kunsthandwerk.
Die Sache mit den Maschinen
Auch ich bin viel auf Social Media unterwegs und lese oft den Satz: "Aber Häkeln und Stricken? Da gibt es schon Maschinen für!"
Und das stimmt so nicht. Es gibt Strickmaschinen für die industrielle Fertigung von Kleidung, ja. Aber eine Maschine die häkeln kann, gibt es nicht und wird es auch so schnell nicht geben. Das liegt an der Komplexität hinter der Häkeltechnik. Jede Masche - mal so, mal so, je nach Muster - durch diese oder jene Maschine zu ziehen, ohne den Faden zu verlieren, konnte bislang noch nicht durch eine Maschine erfolgreich imitiert werden.
Es gibt Häkelprodukte in Fernost, die durch eine Maschine entstanden sind. Wenn man aber genau hin sieht, bemerkt man, dass diese das Häkelmuster nur optisch imitieren und in Wirklichkeit per Maschine gestrickt wurden.
Und sollte es sich wirklich um echte Häkelarbeit handeln, was ich auch schon in einigen Online-Shops entdeckt habe, dann kann man wirklich nur Mitleid mit den Arbeitern dahinter haben. Diese häkeln dann umgerechnet für nicht ein mal 1€ Stundenlohn den kompletten Tag. Ich persönlich möchte diese Machenschaften dahinter nicht durch eine Bestellung belohnen oder bestärken.
Ein Unikat mit Seele: Was du wirklich kaufst
Wenn du in der Juwelenkiste stöberst, kaufst du kein namenloses Produkt. Du kaufst ein Stück Leidenschaft. Jedes Tuch und jedes Schmuckstück hat eine eigene Geschichte, wurde von mir entworfen, korrigiert und mit Liebe verpackt. Du unterstützt damit direkt ein kleines, lokales Business und echtes Handwerk.
Wenn ich meine Preise mit denen anderer vergleiche, dann könnte ich sie sogar noch etwas anheben. Allerdings habe ich meine Preise schon fair kalkuliert. Dass ich mir selbst keinen Stundenlohn von 20€/h zahlen kann, bleibt einfach eine Tatsache und das wird in diesem Handwerk leider niemals funktionieren. Trotzdem bleibt nach Abgaben wie Steuern, Materialien und Co ein kleiner Obolus für mich über.
Entdecke echte Lieblingsstücke in der Juwelenkiste
Wertschätzung beginnt beim genauen Hinsehen.
Wenn du auf der Suche nach einzigartigen Accessoires bist, die mit Herz und Verstand gefertigt wurden, lade ich dich herzlich zum Stöbern ein.
Schau dich in meinem Online Shop um und finde dein ganz persönliches Lieblingsstück, das dich lange begleiten wird.

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